Neu: Häberle beim Zahnarzt

Neu: Häberle beim Zahnarzt

Es gibt im Jahr 2026 wieder einen Häberle-Krimi!  „Ohne Betäubung“ heißt er – und allein schon der Titel lässt Schlimmes erahnen. Der pensionierte Kriminalhauptkommissar August Häberle hat sich nämlich  trotz seiner geradezu panischen Angst vor dem Zahnarzt-Besuch, in die Praxis seines langjährigen Freundes gewagt, von dem er hofft, dass dieser ihn von dem unerträglichen Schmerz im linken unteren   Backenzahn erlösen würde – ohne gleich zum Äußersten, nämlich zur Zange, zu greifen. Doch diesmal gibt’s da nichts mehr zu reparieren; der Zahn muss raus. Aber der scheint ziemlich fest zu sitzen. Während der Zahnarzt mit seiner Helferin zerrt und zieht, braut sich unterdessen  im Wartezimmer und an der Rezeption lautstark  etwas zusammen,  das Häberle trotz nachlassender Betäubung zum Eingreifen veranlasst. Kaum ist der Zahn gezogen, verlässt er den Behandlungsstuhl, um draußen auf dem Flur für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Doch schnell  wird ihm klar: dies kann und darf er als Pensionär nicht allein bewältigen – dies ist ein Fall für seine Ex-Kollegen bei der Kripo in Ulm.

Alle hier im Haus – das Personal und die noch wartenden Patienten – üben sich offenbar  in Zurückhaltung.  Und sogar den Zahnarzt scheint etwas zu bedrücken – ohne wirklich zu ahnen, wie er selbst leichzfertig mit dem Feuer spielt und möglicherweise in die Fänge einer dubiosen Organisation gerät, die ganz in der Nähe in den Bunkern eines alten Militärgeländes sowie in Ulm-Söflingen ihr Unwesen treibt. 

Wie immer in Bomms Krimis, sind die beschriebenen Örtlichkeiten nicht erfunden, sondern tatsächlich vorhanden. Erfunden sind hingegen die Figuren und und die Geschichte, wie er in seinem Nachwort  betont und verrät, dass auch er sich von seinem „Lieblingszahnarzt“ einen Zahn hat ziehen lassen.   Und der Autor fügt an; „Allerdings hat sich die Situation in der Zahnartpraxis keinesfalls so turbulent dargestellt wie im Roman geschildert. Niemand von dort – das sei betont – ist in Kriminelles verwickelt.“ Wobei jedoch den Medien zu entnehmen gewesen sei, dass sich die beschriebenen Machenschaften durchaus anderswo im Lande so zugetragen haben könnten. 

Bomm hat seine Geschichte in heimatlichen Gefilden angesiedelt, jedoch für den Ort des Geschehens bewusst einen fiktiven Namen („Riedstetten“ ) erfunden, um niemanden der Gefahr auszusetzen, mit irgendetwas in Verbindung gebracht zu werden.  ISBN978-3-8392-8107-9; 553 Seiten, 17 Euro. 


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